another-empty-promise.de https://another-empty-promise.de Musik & der ganze Rest Sun, 08 Dec 2019 10:10:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 https://another-empty-promise.de/wp-content/uploads/2019/12/cropped-whitelogoanotherempty-Kopie-1-32x32.png another-empty-promise.de https://another-empty-promise.de 32 32 102737445 No Hoax – Black Out Tapes https://another-empty-promise.de/no-hoax-black-out-tapes Mon, 13 Aug 2018 05:19:54 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3249 Zunächst dachte ich, das mit der Auflösung der Band No Hoax sei ein Scherz und ich wäre darauf reingefallen. Die Black Out Tapes sind nach den Demos aus 2016 das erste und leider auch letzte musikalische Lebenszeichen der Band aus Madison, Wisconsin.

Laut Facebook-Seite haben sie sich auch schon wieder aufgelöst. Immerhin hat man es geschafft, neues Material unter die Leute zu bringen.

Die letzte Show fand am 5. August statt – im Vorprogramm der California HC-Pioniere Agent Orange. Zuvor war man mit Negative Approach unterwegs– auch nicht schlecht für eine im Vergleich zu den Punk-Opas junge Band.

Musikalisch gehen bzw. gingen No Hoax aber in eine ganz andere Richtung als die beiden genannten Gruppen. Die Band-Mitglieder spielten vorher bei Cave Curse, Poney, Pyroklast und ETC .

Eine durch und durch düstere Aura umgibt die 11 Songs, die auf Kassette und digital erhältlich sind. Manche der Songs gehen eher in eine Sludge-Richtung, manch andere haben einen (angenehmen) Shoegaze-Einschlag, manchmal geht es auch in eine Post-Punk-Ecke.

Schade, dass es wohl mehr als zwei Jahre gedauert hat, bis die 11 Songs hier fertig im Kasten waren. Drei davon könnt ihr bei Bandcamp anhören – auch der Rest ist durchaus empfehlenswert.

Wie ich in Erfahrung bringen konnte, machen zwei Mitglieder der Band zusammen mit Produzent Bobby H. (weiter) bei Cave Curse, das in eine dark wave-synth-Punk-Richtung geht.

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Chain Cult – Isolated EP https://another-empty-promise.de/chain-cult-isolated-ep Sat, 11 Aug 2018 14:52:20 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3510 Nur zwei Songs, die aber sehr gut sind: das sind Chain Cult auf ihrer ersten EP nach dem Demo zu Beginn des Jahres.

Mit heftigem Früh-80er-Einschlag kommen sie daher, dunkler und verträumter Postpunk, mit dem man bei ihrem Herkunftsort wahrlich nicht gerechnet hätte. Bei Athen und Griechenland habe ich immer Bilder heftig headbangender Metalheads im Kopf. Wie, ihr denkt nur an Ouzo und Sirtaki?
So nachdem alle Klischees ausgesprochen und beiseite geräumt wurden, können wir wieder auf die Musik dieses Trios zu sprechen kommen. Denn die ist wirklich über jeden Zweifel erhaben und verdient es anständig besprochen zu werden.

Vom ersten Takt schaffen es Chain Cult eine dichte, elegische Atmosphäre aufzubauen. Mit Gitarrenriffs und Melodien, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Wie Nachwandler einem Licht in dunkelster Nacht folgen, lauscht man den Refrains der bereits im Februar produzierten, aber offenbar erst jetzt im August veröffentlichten zwei Tracks auf dieser Isolated EP. Erschienen ist die zwei Song-EP auf La Vida Es Un Mus aus London.

I want a new perspective
I have to find a way out
I’ll fight to get out of
this black hole

Oft tendiert diese Art von Musik in eine irgendwie träge, depressive Stimmung. Die Jungs hier dagegen haben echt Feuer unterm Arsch und spielen die Songs mit viel Verve. Nicht überzeugt? Checkt das Video mit einem Live-Auftritt.

Und wenn wir schon dabei sind, kann man an dieser Stelle auch das exzellente Demo erwähnen und verlinken. Dieses kam, wie eingangs erwähnt, bereits zu Beginn des Jahres heraus. Es umfasst sechs Songs, die prinzipiell – vielleicht einen Ticken schneller und krachiger- musikalisch in die gleiche Richtung tendieren wie die neuere Veröffentlichung von Chain Cult. Ich bin begeistert von dieser tollen Band!

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Youth Avoiders – Relentless https://another-empty-promise.de/youth-avoiders-relentless Fri, 10 Aug 2018 13:37:41 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3455 Wenn ich jetzt schreibe, dass auf dem Album unerbittlich aufs Gaspedal gedrückt wird und die Band aus Paris nur ein Tempo beherrscht, könnte schnell ein falscher Eindruck entstehen. Dabei ist die Beschreibung recht zutreffend, geht es auf ‚Relentless‘ immer nur ganz straight nach vorn.

2013 kam das erste, selbstbetitelte Debütalbum heraus, im März diesen Jahres wurde der hier besprochene Nachfolger veröffentlicht. Aufgenommen wurde Relentless von Nicolas Bazire in Swan Sound Studios an nur fünf Tagen. Weitere Zeit wollte man offenbar nicht verlieren.

11 Songs, knapp 20 Minuten, die meisten unter 120 Sekunden, ein weiterer Hinweis darauf, wohin die Reise geht. Schneller, energiegeladener Hardcore, sehr sauber und klar gespielt. Sehr melodiös und mit positiver Grundstimmung. Hier gibt es keine Gangsta-Gang-Vocals oder Mosh-Parts. Gepost wird, wenn überhaupt, später.

Die Gitarren klingen sehr punkig und könnte auch bei einer Surf-Punk oder Powerpop-Band zum Einsatz kommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie The Briefs Songs von Minor Threat oder Token Entry covern und dabei vorher noch stundenlang The Buzzcocks gehört haben? So klingt der Sound zwar auch nicht, geht aber schwer in die Richtung. Vielleicht auch eine Runde Torches to Rome ohne Dreck und Verzerrung. Also ganz moderner Vergleich fällt mir eigentlich nur Royal Headache im puren Geschwindigkeitsrausch ein.

Ihr seht, ich bemühe die ein oder andere große Band als Vergleich: das zweite Album der Jungs ist echt gut geworden und macht neugierig darauf, sie einmal live auf einer kleinen JuZe-Bühne zu erleben.

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Bread And Circuits – s/t (1999) https://another-empty-promise.de/bread-and-circuits-s-t-1999 Thu, 09 Aug 2018 14:48:43 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3423 Schon längere Zeit gehe ich mich mit dem Gedanken einher etwas über Bread And Circuit zu schreiben; die 1999 ihr erstes, und leider auch einziges, Album veröffentlichten.

Wenn man so seine Runden im Internet dreht um zu sehen, ob es nicht bereits genügend postume Würdigungen der Ebulllition-Band vorhanden sind. Zu meiner Überraschung halten sich diese im Vergleich mit anderen 90er Formationen (etwa Heroin oder Antioch Arrow), die immer wieder ans Tageslicht gezerrt werden, doch ziemlich zurück. Will heißen, es gibt eigentlich nix.

Dabei haben Bread And Circuits namhafte Mitglieder in ihren Reihen vorzuweisen– u.a Yaphet Kotto und Swing Kids. Auf dem selbstbetitelten Album finden sich insgesamt acht hochmelodische, energiegeladene Hardcoresongs, mit viel Drive & Verve. Das Album wirkt sehr reif und man merkt, dass Leute am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen.

Es gibt noch eine Bread And Circuits/Former Members of Alfonsin split LP aus dem Jahr 2003, ansonsten war’s das aber auch schon. Leider.

Bread And Circuits – Bread And Circuits LP Trackliste & Stream

  1. Trophy Room
  2. Hampton’s Floor Plan
  3. The End Of History
  4. Bread And Circuits
  5. White Man
  6. Statute Of Limitations
  7. Bretton Woods
  8. Letter From Chase
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The Smudjas – What We Have Is Today (2017) https://another-empty-promise.de/the-smudjas-what-we-have-is-today-2017 Thu, 09 Aug 2018 04:10:45 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3396 Bereits im letzten Jahr erschienen, wollte ich aber unbedingt noch auf dieses schöne, sommerliche Album von The Smudjas namens What We Have Is Today hinweisen.

OK, hiermit erledigt. Ende des Beitrags. Lasst die Musik sprechen, denn die ist über jeden Zweifel erhaben und bedarf keiner langatmigen, blumigen Rezensionen.
Also nur noch ein paar rudimentäre Infos: es handelt sich um die zweite Veröffentlichung der dreiköpfigen Mailänder Band. Nach einer EP (‚February‘) aus dem Jahre 2015 mit fünf Songs, stellt ‚What We Have Is Today‘ das Debüt-Album dar.
Musikalisch klingt das wie ein ungeschönter Ausflug in die 90er Emo-Welt, veröffentlicht beim umtriebigen Berliner Label Adagio830 Records.

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Blasé DeBris – The Gauze https://another-empty-promise.de/blase-debris-the-gauze Wed, 08 Aug 2018 07:38:06 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3338 Magst Du klassischen, feisten Rock? Also ich jedenfalls überhaupt nicht. Und dennoch bin ich an diesen Aufnahmen irgendwie regelrecht hängengeblieben.

Die Tage hatte ich Zeit, vorab in das kommende Album der Band Blasé DeBris reinzuhören. The Gauze erscheint am 24. August als Stream, auf CD und (später) auch als Vinyl-Version.
Blasé DeBris spielen eine ungewöhnliche Mischung aus klassischen Metal,Punk und 70er Jahre-Rock, komplettiert durch Bläsereinsatz und Keyboards. Reden wir nicht lange drum herum, oft kommt mir diese Art der Musik nicht unter die Finger, aber Abwechslung tut ja auch Mal gut.

So wie ich das verstehe, sind Blasé DeBris bereits seit einigen Jährchen am Start, und früher eher Horror-Punk-mäßig unterwegs. In den letzten Jahren haben sie aber ihren Sound und ihr Image sukzessive verändert, so dass ich mich zuerst gefragt habe, ob es sich nicht um eine zufällige Namensgleichheit handelt. Es handelt sich aber tatsächlich um die gleiche Band, die 2006 ihr erstes Album mit deftigen Misfits-Einschlag einspielte. Aber zurück zu aktuellen/kommenden Album, dass dann doch anders klingt.

<iframe style=“border: 0; width: 100%; height: 120px;“ src=“https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3055971499/size=large/bgcol=333333/linkcol=e99708/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/“ seamless><a href=“http://blasdebris.bandcamp.com/album/the-gauze“>The Gauze by Blasé DeBris</a></iframe>
Was die 12 Songs so interessant macht, ist das Talent und Gespür für eingängige Rhythmen, Melodien & catchy Refrains. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente und sorgen für viel Abwechslung, ohne dass das ganze in ein beliebiges Chaos ausartet. Track 8 Angels of Eights ist dann doch ein wenig zu viel klassischer Hardrock/Metal für meinen Geschmack. Beim zehnten Song Night Owl dagegen klappt diese Mischung vorzüglich!

In den Momenten, in denen die Bläsersektion zum Einsatz kommt, erinnert das Ganze (v.a. gesanglich) ein wenig an die Mighty Mighty Bosstones,  hätten diese ganz tief in die Metal/Rock-Mottenkiste gegriffen –total kitschig, aber auch irgendwie gut!
Kleine Anmerkung: die Vinyl-Version kommt wohl später heraus, irgendwann im Laufe des Jahres. Sie wird aber als zusätzlichen Kaufanreiz zwei exklusive Bonus-Songs enthalten.

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Ghetto Justice – Easy Listening & Exzess https://another-empty-promise.de/ghetto-justice-easy-listening-exzess Wed, 08 Aug 2018 03:58:07 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3318 Noch einer aktuellen, antifaschistischen, deutschsprachigen Band mit Humor aus dem Hardcore/Punk-Bereich zu begegnen, die Hoffnung hatte ich irgendwie verloren.

Ghetto Justice wollen mir mit ihrem Langspieler (wow – jetzt fühle ich mich wie ein arrivierter Pisser mit Pferdeschwanz und Free Jazz-Plattensammlung) zeigen, dass sich diese Haltungen nicht automatisch gegenseitig ausschließen müssen.

Eine meiner letzten Begegnungen mit deutschsprachiger HC-Mucke hatte mich dann doch eher enttäuscht und mehr Vorurteile bestätigt, als aus dem Weg geräumt. Und in der Tat sieht es zunächst auch so aus, als könne die aus Berlin stammende, 2014 gegründete Band daran so schnell nichts ändern.

„Ich muss doch irgendwo den Fehler finden…habe ich es doch gleich gewusst, das ist gehypte Scheiße!“

Die ersten Reviews und (freundliche) Erwähnungen, die ich während meiner weiteren „Recherchen“ finde, lassen bei mir den Eindruck entstehen, als wolle man mehr oder weniger geschickt den Eindruck eines kleinen Hypes entstehen lassen. Sofort gehe ich auf kritische Distanz und fange an, das Machwerk von Ghetto Justice auf links zu drehen und innerlich auseinander zu nehmen. „Ich muss doch irgendwo den Fehler finden…habe ich es doch gleich gewusst, das ist gehypte Scheiße!“

Und dann frage ich mich: „Und wenn, was wäre so falsch daran?“ Bei jeder anderen, x-beliebigen Ami-Band hält man schnell die Füße still und nimmt jeden Hype kommentarlos hin, während man bei europäischen/deutschen Bands plötzlich sein szenekritisches Bewusstsein wieder findet.

Atzencore…

Währenddessen also lasse ich über Bandcamp das Album im Hintergrund weiterlaufen. Bolleriger Hardcore, im Kopf entstehen Bilder von Muckibuden-Exzessen und „von ostdeutschen Kuhdörfern mit fackel- und mistgabeltragenden Wutbürgern“ – uff! Aber hey, weit gefehlt. Nach und nach bahnt sich die Musik durch mein vergrämtes Herz und verschafft sich Gehör: da wird ein lyrischer Rundumschlag veranstaltet, ohne völlig platt und abgedroschen zu wirken, dass sich die Balken biegen. Yeah!

Ob es gegen durch die Welt reisende Hipster (Traveling) geht, die eigenen, „realen“ Jungs aus der Szene, die unter der Woche die Spießer-Bank im Büro drücken (Tor zur Hölle) oder verkopfte Linke geht, jeder bekommt seine wohlverdiente Portion Fett weg:

man kann alles ewig diskutieren // lieber krampfhaft gendern während nazis dominieren?
versteht uns nicht falsch // full support für linkes life
leider dennoch keine lust auf den nerv hippi talk // lieber ketten raus kragen hoch, yo
(aus Ghetto Justice: Krampf)

Live, das zeigt beispielsweise das Video vom Return to Strength Fest 2018, hat man eine Menge Spaß: da sind Schnäpse am Start, da wird Lametta gesprüht und der Nerf-Blaster abgefeuert. Im Prinzip all die Dinge, die auch ich tagtäglich im Unterricht veranstalte, um mein Publikum bei Laune zu halten…:-)

So gesehen machen Ghetto Justice auf Easy Living & Exzess viele Dinge richtig. Vor allem haben sie eine Menge Spaß und ziehe ihr eigenes Ding durch, ohne sich hinter den bewährten Standards zu verstecken. Wenn ich nicht längst all mein Budget für Plattenkäufe bereits jetzt schon verbraten hätte, würde ich mir schnell noch die Vinyl-Version holen. Ich bin mir sicher, bei meinem Pech ist die dann spätestens in ein paar Wochen komplett ausverkauft. Also beeilt euch!

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Heroin – Discography (1997) https://another-empty-promise.de/heroin-discography-1997 Tue, 07 Aug 2018 11:17:23 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3261 Und weiter geht es im Screamo-Universum mit einem Relikt aus dem Jahre 1997: das gesamte Schaffen von Heroin (es gibt produktivere Bands) versammelt auf einer CD. Veröffentlicht, wie könnte es sonst sein, bei Gravity Records.

Diese Zusammenstellung kam i.Ü. vier Jahre nachdem sich die Band bereits aufgelöst hatte heraus und beinhaltet insgesamt 18 (+ 1 Bonus-) Songs der beiden 72″ sowie des 12″ Albums aus den Jahren 1991-1993.

Ich denke, Heroin ist eine dieser Bands, deren Schaffen erst posthum gewürdigt wurde und Anklang fand, so dass sie Zeit ihres Bestehens längst nicht die Anhängerschaft und den Kult-Faktor besaß, wie er dann im Laufe der Jahre (stetig) angewachsen sein mag.

Die Musik kann als Bindeglied zwischen eher traditionellem, schnellen Endachtziger Hardcore , der ersten DC-Emo-Welle und 90er Screamo/PostHC beschrieben werden. Vielleicht ist das der Sound den Rites of Spring oder Moss Icon gespielt hätten, wenn sie ein Vorbild gehabt hätten (wie sie es selbst dann für viele andere Bands waren), das ihnen einen Weg aus dem engen Korsett des typischen HC-Sounds weist?

Anders/untypisch für die Zeit ist etwa der leidenschaftlich/emotionale Schreigesang. Bei manchen Songs wird das Tempo auch gnadenlos nach oben angezogen, was sich dann wunderbar chaotisch und abgefahren anhört. Und Stop. Weitere geht’s, ein kathartischer Ausbruch den nächsten jagend – eine wahre Befreiung!

Auch wenn Heroin nur ein paar Jahre existierte, und dass, in einer regelrechten „saure Gurken“-Zeit, in der HC-technisch allerhöchstens NYHC großen Anklang fand, wurde des öfteren auf das Vermächtnis und die Bedeutung der Band hingewiesen. Sei es nun speziell für den typischen San Diego-Sound à la Antioch Arrow, oder ganz allgemein für das Emo-Genre – an nachträglichen Würdigungen hat es sicher nicht gemangelt.

Eine schöner Re-Release auf Vinyl mit ausführlichen und aktuellen Linernotes, darauf freue ich mich–bislang vergebens–bereits seit Jahren.

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Spiritual Cramp – Police State EP https://another-empty-promise.de/spiritual-cramp-police-state-ep-2018 Mon, 06 Aug 2018 10:33:16 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3241 Beim Namen der EP (Police State) und dem Herkunftsort der Band Spiritual Cramp dachte ich spontan an langweiligen Ufta-Ufta-Street-Punk. Is‘ aber nicht so.

Die nach einem Christian Death Song benannte Band spielt auch, aber eben nicht ausschließlich Clash-mäßigen 77er Punk. Das ist etwa beim ersten Song noch so, im zweiten geht es schon anders, dublastig, zu. Und auch die beiden anderen Aufnahmen zeigen, dass die sechsköpfige Formation so einiges an Einflüssen zu einer eigenen PostPunk-Irgendwas-Mischung verarbeiten kann.

I’m always walking into rooms full of people.
I’m always wondering if they see what I see.
I always wonder if they know what I’m thinking
I Feed Bad Bein‘ Me.

I want to come on like an earthquake.
Instead I come on like a headache.
Its not something I want everyone to see.
I Feel Bad Bein Me‘.

Scheinen in Kalifornien auch recht erfolgreich zu sein und haben bereits Auftritte mit etwa American Nightmare, Turnstile, The Story So Far oder Pissed Jeans absolviert. Mein persönlicher Favorit und Anspieltipp ist Song „numero tre“: ‚I Feel Bad Bein‘ Me‘.

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Antioch Arrow – Gems Of Masochism (1995) https://another-empty-promise.de/antioch-arrow-gems-of-masochism-1995 https://another-empty-promise.de/antioch-arrow-gems-of-masochism-1995#comments Mon, 06 Aug 2018 09:59:04 +0000 https://another-empty-promise.de/?p=3222 Weiterer Klassiker aus der 90er Plattenkiste: Antioch Arrow und ihr letztes Album ‚Gems of Masochism‘ aus dem Jahre 1995.

Zusammen mit The Swings Kids, Heroin und Labels wie Gravity oder Three One G gehören sie zur Quintessenz dessen, was man als den typischen Sound der San Diego-Schule bezeichnen kann: laut, wild, schnell, durchgedreht, düster, dissonant. Hier mit verstärktem Keyboard-Einsatz, jazzzig-abgedreht, besser produziert und weniger ungestüm im Vergleich zu den allersten Sachen.
Viele Ideen, nicht alle zünden, aber nach all den Jahren, klingen die die acht Songs immer noch erstaunlich frisch und unverbraucht.

Paper Moshay Too Bad You're Gonna Die Date With Destiny David Dead Now Gotta Love The Lights Introducing Elizabeth Picnic Pants

Textlich, uff, ich würde sagen: arty-farty, Weltschmerz und…um ehrlich zu sein habe ich diese nicht immer verstanden.

Vielleicht war bei all diesen Bands auch eine ganze große, gehörige Portion Oberflächlichkeit dabei. Zum Glück war das Internet damals kaum vorhanden und Social Media nicht geboren…Für Hardcore-Punks sahen diese Screamo-Veteranen immer viel zu gut aus im Vergleich zu den restlichen HC-Kids damals. Kein Wunder also, dass sich viele spätere Elemente sinnentleert bei späteren Ems-Bands wiederfanden. Kurzum: Musik von Antioch Arrow toll, Optik juckt uns nicht.

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